Mittwoch, 14. Dezember 2011

DropShot-Allerlei

Klassisches D-Rig wie von Seiji Kato desingt
Das DropShot-Rig (auch Undershot oder Downshot-Rig genannt) und ich.......... wurden nicht gerade Freunde auf den ersten Blick! Sätze wie, heute läuft´s nur mit schwulem DropShot, konnte man öfters von mir hören! Aber auch ich habe dazu gelernt und die nötige Geduld erlernt um Spots penibel auszufischen. Welche Methode eignet sich dafür wohl am besten??? Als sich dann auch noch regelmäßiger Erfolg einschlich, entwickelte sich sogar so etwas wie Liebe für dieses Rig!!! Beim DropShot-Angeln ist es halt wie bei jeder Technik: erst wer sie versteht und beherrschen lernt, wird zum Erfolg kommen. Wer denkt, dass DropShot-Angeln eine Wunderwaffe sein, wird schnell enttäuscht sein. Auch beim DropShot-Angeln muss man Regeln und Feinheiten beachten!!!!!!!!



Historie: 
-Der Ursprung liegt in den 70er Jahren und hat seine Wurzeln in Osten der USA. Angeblich wurde es von respektlosen Kochtopfanglern gebraucht, um Schwarzbarsche von ihren Laichnestern wegzustehlen      !!!  :(   !!! 
 
Das "Fishing Facts Magazin" berichtete Anfang der 80er über ein nahezu identisches Rig, mit einem kleinen Seitenarm, an dem diverse Live-Baits präsentiert wurden. Die Montagen wurden vertikal von Hovercraftbooten zwischen treibenden Pflanzen und Treibholzteppichen präsentiert. Es wurde als absolutes Top-Rig für solche Bedingungen vorgestellt. Aber aus irgendeinem Grund ist diese Montage in den USA  in Vergessenheit geraten!!!!  

-1997 tüftelten die "Southern California Fishermen" zusammen mit japanischen Köderherstellern und Profi-Anglern an diesem Rig. Sie benutzten nachweislich als erste die Bezeichnung "Drop-Shotting". In Japan entwickelte sich nun diese Technik unter der Bezeichnung "Tsunekichi-Rig" rasend schnell und blieb aber vom Rest der Welt unbeachtet!!!!
-1998 berichtete das Fernsehen von den Bassmasters in New Mexico. Dort stellte, der damals in den Staaten bekannte Profi Dennis Hoy, das Rig ausführlich fürs TV vor.
Hier ist der Link zum damals ausgestrahlten Film. Absolut spannend für alle Angelnostalgiker :)





-1999 gewann der damals schon legendäre Seiji Kato zwei große Turniere in den USA, an denen er ausschließlich mit seinen neu entwickelten DropShot-Rig-Komponenten fischte!!! Seitdem ist dieses Rig fester Bestandteil der Finess-Angelei!!! Hier noch ein interessanter Link zu Seiji Kato:
http://www.bassfan.com/news_article.asp?ID=3536
(Quelle: das Netz)

Klassische DS-Rigs: sind absolut simpel und zugleich genial. Man nimmt ein Stück Fluo und bindet mit Hilfe eines Palomar-Knotens einen Haken in der Mitte fest. Weil man nicht vorbestimmen kann, welches Schnurende das obere Ende ergibt, kann erst nach dem Binden des Hakens die Montage mit der Hauptschnur verbunden werden. Anschließend nur noch das DropShot-Blei einklemmen  - Veeedisch!!!!!!!!!

Modernere DS-Rigs: Sie unterscheiden sich von den klassischen Rigs, abgesehen von den Materialien, auch noch durch die verschiedenen Knoten..........

Der DropShot-Grinner Knoten bringt gleich mehrere Vorteil. Hier mit dem "Realistix"
Die DropShot-Grinner 
-Methode ist absolut geil, weil sich hier der Köder um die eigene Achse drehen kann und der Haken stets im rechten Winkel absteht. Außerdem kann man zwei verschiedene Schnurstärken verwenden. Somit ergibt sich auch gleich noch eine Sollbruchstelle, falls man in hängerreichen Gewässern fischt :). Man benötigt für diese Montage allerdings kleinere perlen und die Knoterei ist schon echt tüdelig. Ein weiterer Nachteil ist, dass man nach und nach die Knoten auseinander ziehen sollte, weil sich diese gerne festsetzen.


Der Dropper-Loop:
 Mein Standartknoten bei der DropShot-Angelei. Als die DropShot-Technik für das Barschangeln bei uns Einzug hielt, band man anfangs den Haken zumeist mit dem "Palomar-Knoten". Beim „Dropshotten“ soll der Haken im 90-Grad-Winkel vom Vorfach abstehen. Diese  Voraussetzung erfüllt  der "Dropper Loop" besser als der meist verwendete "Palomar-Knoten". Leidehat der „Dropper Loop“ gegenüber dem "Palomar-Knoten" eine etwa 10% niedrigere Knotenfestigkeit. Ein Nachteil bei besonders dünnen Schnüren.
No-Knot eignet sich super fur das Tandem DS-Rig
hier mit "Hog Impact"
Den DropShot No-Knot verwende ich immer dann, wenn ich dünnste Schnüre brauche, weil durch diese Verbindung keine Tragkraft verloren geht. Außerdem verwende ich die No-Knot-Technik, wenn ich einen Schwarm aus mehreren Ködern realisieren möchte.
Ein weiterer Vorteil ist, dass der Köder bei dieser Verbindung leicht nach oben steht und somit nicht nach unten kippt.


Seitenarm-Montage verwende ich eigentlich nur bei Kleinstködern, wie z.B. Nassfliegen etc., oder beim Angeln in Drift oder leichter Strömung. Die Montage bewährt sich auch bestens für Live-Baits wie Würmer oder Fischfetzen. Eine nicht zu unterschätzende Eigenschaft ist, dass durch den Arm die Zupfer abgepuffert werden und der Köder eher durchs Wasser gleitet. Super im Winter!!!. Das Köderspiel wird auch durch die Länge des Armes beeinflusst, je kürzer desto lebhafter!!! Ich persönlich binde die Montage ausschließlich mit der Springer-Schlaufe. Das liegt daran, dass ich mir den Knoten gut merken kann, die Tragkraft ausreicht und vor allen, dass die Mundschnur im 90° Winkel absteht. Zusätzlich empfiehlt es sich, den Haken mit dem Rapala-Knoten anzubinden.




Das Bungee-DS-Rig: Ehrlich, ich habe dieses Rig noch nie gefischt und kenne es nur aus der Theorie!!! Aber es sieht irgendwie interessant aus und deswegen will ich es auch hier vorstellen.
Das wichtigste Element dieses Rigs ist ein Stück Gummi, welches man sich wohl am besten von der Kopfrutenfischerei entleiht. Leider habe ich hier noch keine ansprechenden Farben gefunden und aus diesem Grund habe ich es auch bis jetzt nicht nicht gefischt. Die Länge der Schnur soll ein bisschen länger sein, als die maximale Dehnung des Gummis!!! Angebunden wird das ganze mit zwei Grinner-Stopper-Konten. Die optimale Stärke des Gummis ist wohl dann gefunden, wenn der Gummi bei der Köderführung das Blei nicht bewegt, weil sonst Bisse vorgetäuscht werden!!!!!!!!!!! Ich kann mir gut vorstellen, das das Rig echt Potenzial hat............. Hier ist noch ein Link zu ner Bauanleitung:  http://www2.blinker.de/praxis/methoden/detail.php?objectID=7063&class=70&thema=4146


Das Kickback-Rig: Auf dieses Rig bin ich vor kurzem von einem Angelkollegen aufmerksam gemacht worden. Ich muss sagen, das es eins meiner Lieblings-Rigs werden könnte!!! Wenn die Fische weit draußen stehen und von uns Uferanglern nur noch mit überdimensionalen Jigs erreicht werden können, spielt dieses Rig seine Stärken aus. Der Clou ist, dass die Fische den Köder ohne großen Wiederstand aufnehmen können und dies selbst bei größten Bleien!!! Voraussetzung für die Montage ist ein hohler oder auftreibender No-Aktion-Köder, der eben die einzigartige Kickback-Aktion erzeugt. Beim anzupfen schießt der Köder Richtung Blei und bei Spinstopps eben nach hinten in Richtung des Barschmauls!!!! Bei den ersten Versuchen hat mich das Laufverhalten voll überzeugt!!! Außerdem habe ich den Eindruck, dass selbst wenn man mal ein Biss verpasst, die Fische sich selbst Haken. Ich führe das Rig in kurzen, knackigen Zügen und hart am Grund. Zwischendurch lasse ich es auch gerne DS-mäßig auf der Stelle tänzeln. Es ist ein richtig geiles Rig. Probiert es aus!!!!

Bei stark auftreibenden Ködern sollte mit kleinen Nail-Sinkern der Auftrieb kompensiert 
werden!!! Hier mit "Nitro Spring 105"






Das Helikopter DS-Rig: Eine Methode, die an schwierigen Tagen nicht vergessen werden sollte! Eine Methode, die ich zwar irgendwie nicht so mag, welche aber trotzdem einen starken Reiz auf Räuber ausübt. Die Tatsache, dass der Haken durch zwei Klemmhülsen fixiert wird schreckt zwar ab, aber gerade aus diesem Grund kann der Haken sich um seine eigene Achse drehen. Wenn ich das Rig fische, dann ködere ich meist No-Action-Shads direkt hinterm Kopf an, dann sieht´s nämlich aus wie ein sterbender Köfi!!!! Übrigens funzt die Montage auch super mit Flexonit!!!!!! Wegen der "Hecht-Sicherheit" und so!!!!

Zwei Heavy-DropShot´s: ein hechtsicherer Eigenbau und ein Fertigsystem von "Decoy"

Weitere DS-Finessen:

Split-Shot: am DS: Anstelle von DS-Bleien kann man auch super dem entsprechend große Splitshots verwenden....
Absolut top in verkrauteten, verholzten oder mit Felsen zerklüfteten Gewässern!!!
Krebsimitate bekommen einen weiteren Zusatzreiz, wenn ein kleines Schrotblei direkt unterm Haken angebracht wird. Durch dieses Kontergewicht wird eine Art Mikrovibration auf die Scheren des Köders ausgeübt....


Splitshot´s als Gewicht!!! hier mit Java Stick" und "Mosquito" Haken






5cm unterhalb von Krebsimitaten klemme ich gerne ein kleines Schrotblei!!!



                                    Not macht erfinderisch......   ...und funzt!!!!







Es gibt noch weitere Variationen der "DropShoterei". Die Frage ist allerdings:"Braucht man noch mehr????" Eine interessante hab ich aber noch gefunden. Das in Amerika gern verwendete Wiggle-Rig








-